
Eine Stiftung der Eigenverantwortung
„Responsio Propria“
Unsere Stiftung und die dazugehörige Website befinden sich noch im Aufbau.
Doch hier vorab schon mal der Entwurf der Präambel der Stiftung Eigenverantwortung Responsio Propria.
Entwurf der Präambel
Satzung der Stiftung Eigenverantwortung Responsio Propria
Seit Jahren beschäftige ich mich mit dem Thema Eigenverantwortung und der Frage, welche positiven Auswirkungen dies sowohl auf den einzelnen Menschen als auch auf unsere Gesellschaft hat.
Seit über 15 Jahren biete ich nunmehr Seminare im Bereich der Gesundheitspflege an. Zwei Themen kristallisierten sich dabei als überaus bedeutungsvoll heraus: Welche Leistungen stehen mir zu, bzw. welche Unterstützung kann man bekommen und was kann man tun, um sich zu schützen? Das heißt, um seine Gesundheit und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Doch es zeigte sich, dass das Hauptinteresse der meisten Teilnehmer anderen Fragen galt: Woher bekomme ich Unterstützung? Und wer übernimmt Verantwortung für meine Situation?
Diese Beobachtung war schließlich der Auslöser, sich mit dem Thema Eigenverantwortung intensiver zu beschäftigen. Dabei beließ ich es nicht bei der Betrachtung des Einzelnen, sondern übertrug meine Überlegungen, welche Auswirkungen ein zunehmender Verlust an Eigenverantwortung auf unsere Gesellschaft und unsere Politik hat.
Die Politik verspricht den Bürgern Geld oder Leistungen und erhält dafür deren Stimmen. Das Problem besteht jedoch darin, dass das verteilte Geld durch Steuern und Beiträge finanziert wird. Programme zur Lösung von Problemen sind häufig so ausgerichtet, dass sie zwar hohe Kosten verursachen, jedoch oftmals nur geringe nachhaltige Effekte mit sich bringen. Im Gegenteil: Viele Angebote, die der Staat, Organisationen oder Unternehmen unterbreiten, führen vermehrt dazu, dass sich der einzelne Bürger auf diese Angebote verlässt, was gleichzeitig zu einer wachsenden Unselbständigkeit der eigenen Person führt. Die Konsequenzen sind häufig der Verlust der Eigenverantwortung in vielen Bereichen des Alltags.
Aufgrund des seit Jahren immer deutlicher sichtbar werdenden demographischen Wandels und seiner Folgen können und müssen Leistungen gekürzt werden. Dies führt zu einer hohen Unzufriedenheit in der Gesellschaft.
Wie sollte nachhaltige Förderung aussehen?
Zukünftig werden die Fragen aufkommen: Wer hilft? Wer hilft in finanzieller oder juristischer Not? Wer unterstützt bei den Herausforderungen des Alltags? Ebenso stellte sich die Frage, wie Bürger, Organisationen, Unternehmen und der Staat stärker in die Eigenverantwortung eingebunden werden können oder wie eine nachhaltige Förderung aussehen muss. Angesichts dieser Entwicklungen machte sich bei mir eine zunehmende Ohnmacht breit.
Als Pflegesachverständiger, Dozent und auch im privaten Bereich konnte ich durch die Förderung von Selbständigkeit beziehungsweise Eigenverantwortung anderen Menschen sowie den Teilnehmern meiner Seminare meine Erfahrungen weitergeben.
Oft gelang es mir, die psychische Belastung der Betroffenen zu verringern, ihre individuellen Kosten zu senken und ihre soziale Kompetenz zu stärken. Als Resümee ist festzuhalten, dass weniger Leistungen von staatlicher Seite oder von Sozialleistungsträgern in Anspruch genommen beziehungsweise eingefordert wurden.
Eigenverantwortung neu entdecken
Aus diesen positiven Erkenntnissen entstand das Bedürfnis, mit einer Stiftung Bürgern, Organisationen, Unternehmen und der Politik die Bedeutung der Eigenverantwortung wieder näherzubringen. Eigenverantwortung entlastet die Gesellschaft und den Staat. Dadurch entstehen finanzielle Ressourcen, die gezielter und effektiver genutzt werden können, wo sie benötigt werden und die den Bürgern nachhaltiger zugutekommen. Hinzu kommt, dass Menschen, die Eigenverantwortung übernehmen, ein höheres Maß an Unabhängigkeit erzielen. Dies kann zu einem erfüllteren Leben beitragen und geht oftmals mit einem gesünderen Leben und einer höheren Lebensqualität einher.

